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Dipl.- Ing. Richard Lentz
 

Altlastensanierung

Jeder mag schon einmal den Begriff Altlasten gehört haben. Aber nicht jeder weiß, worum es bei diesem Begriff geht.

Altlasten sind ein Teil der Erdoberfläche, der durch den Eingriff von Menschen geschädigt wurde. Dies hat gesundheitliche und umweltschädliche Veränderungen der natürlichen Zusammensetzung des Bodens als Folge. Auch das Grundwasser ist von den Veränderungen betroffen.

Leider haben sich die Generationen nicht um den Schutz des Bodens und des Grundwassers gekümmert. Da der Mensch aber seit einigen Jahren ein verbessertes Umweltschutzbewusstsein aufgebaut hat, ist man jetzt bemüht, diese früheren Mängel zu beseitigen und den Boden für die nächsten Generationen zu schützen. Es ist ein Einfaches, die Umwelt zu zerstören. Das Problem liegt aber darin, dass sich die Natur nur über einen sehr langen Zeitraum erholen kann.

Um diese Schäden zu beseitigen, braucht es die Altlastensanierung.

Sobald man gewisse Zweifel hat, ob ein Grundstück eventuell belastet sein könnte, so sollte man sofort weitgreifende Maßnahmen einleiten. Egal ob es ein privates oder gewerbliches Gelände ist, man sollte handeln. Sehr schlimm sind Altlasten, wenn sie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gelagert sind.

Aber Altlasten sind nicht gleich Altlasten. Das Bundesbodenschutzgesetz teilt die Altlasten in verschiedenen Kategorien auf. Als erstes werden Altablagerungen beschrieben. Das sind Abfallbeseitigungsanlagen, die nicht mehr betrieben werden oder Flächen, wo Abfall behandelt, gelagert oder abgelagert ist.

Die zweite Gruppe sind die Altstandorte. Das sind Grundstücke, wo Anlagen still gelegt worden und mit gefährlichen Stoffen gearbeitet wurde.

Die Besitzer dieser Grundstücke sind dazu verpflichtet, dass die verseuchten Flächen nicht auf unbetroffene Flächen übertreten und die gefährlichen Stoffe die Gesundheit von Natur und Mensch negativ beeinflusst werden.

Je nach Grad der Verseuchung, müssen Maßnahmen eingeleitet werden. Aber nicht immer muss der Boden komplett entfernt werden. Möglich sind noch eine Oberflächenabdichtung oder der Abbau von Schadstoffen über biologischen Weg.

Aber dazu Bedarf es der Meinung eines Sachverständigen, der ein Bodengutachten durchführt. Er berichtet über die Schäden und kann auch über die weitergehenden Maßnahmen entscheiden. Eine Sanierung läuft aber in jedem Fall gleich ab. Zuerst werden die betroffenen Stellen beschrieben. Danach müssen Bodenproben genommen werden und diese ausgewertet werden. Muss saniert werden, so müssen Planungen erstellt werden, wie der Sanierungsvorgang aussehen soll. Danach folgt die eigentliche Sanierung und nach Abschluss eine Erfolgskontrolle und eventuelle Nachsorgemaßnahmen.

 
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